„Konzert im Herbst“ mit anspruchsvollem Programm

AccoMusica begeistert im Kurhaus Waldbronn mit Akkordeon-Konzert

Das 1. Orchester von AccoMusica mit dem Dirigenten Uwe Müller
Das 1. Orchester von AccoMusica mit dem Dirigenten Uwe Müller

Dass bei AccoMusica Waldbronn intensive Jugendarbeit auf hohem Niveau betrieben wird, bewies das gut besuchte „Konzert im Herbst“ im Waldbronner Kurhaus. Insgesamt 35 junge Akkordeonisten und Anfänger auf der Melodica bevölkerten im Lauf des Jahreskonzerts die Bühne.

Eröffnet wurde das Konzert, das von Thomas Lehmann moderiert wurde, durch das 1. Orchester. Unter der Leitung von Uwe Müller begeisterten sie mit „Palladio“ des Waliser Komponisten Karl Jenkins, vom Dirigenten für Akkordeonorchester arrangiert. Traditionell steht bei den Konzerten von AccoMusica ein Tango im Programm. Diesmal boten sie den gefühlvollen, mit treibenden Rhythmen komponierten „ARTango“ des 1958 geborenen Thomas Ott. „Pageant“ stammt aus der Feder von Janusz Wojtarovicz, einem Mitglied des inzwischen weltbekannten polnischen „Motion Trio“. Der Titel bedeutet so viel wie Festzug, Historienspiel oder Korso. Wojtarovicz nimmt dabei Eindrücke aus der Zeit auf, als „Motion Trio“ noch als Straßenmusiker aktiv war. Das interessante Stück hatte Uwe Müller wirkungsvoll für Akkordeonorchester arrangiert.

Sein großes musikalisches Können demonstrierte das Jugendorchester mit zwei anspruchsvollen Kompositionen. Mit den beiden fünfsätzigen Werken „Suite Contraire“ von Hermann Illenberger und „Fresh Air“ von Hans-Günther Kölz machte das Jugendorchester unter der Leitung von Uwe Müller deutlich, warum es beim „12. World Music Festival“ in Innsbruck mit der Note „ausgezeichnet“ einen 5. Platz belegte. Für den lebhaften Beifall der Zuhörer bedankten sich die jungen Musiker mit einer Zugabe.

Das Jugendorchester von AccoMusica bei der Hauptprobe zum Akkordeon-Konzert 2016
Das Jugendorchester von AccoMusica bei der Hauptprobe zum Konzert im Herbst 2016

Den zweiten Teil des Konzerts gestalteten das 1. Orchester von AccoMusica und das Malscher Akkordeon Ensemble gemeinsam. Auch sie waren beim Festival in Innsbruck mit einem fünften Platz und der Höchstnote „hervorragend“ unter 39 Bewerbern erfolgreich. Thomas Lehmann merkte noch an, dass nur 0,5 Punkte zum dritten Platz fehlten. Gut gelangen auch in diesem Konzert „Rhythmisches Kaleidoskop“ von Hermann Ambrosius, wobei Orchester und Dirigent klar die einzelnen Bestandteile des Kaleidoskops herausarbeiteten. Kompositorische Qualitäten und spieltechnische Anforderungen zeichnen die „Werziade 1“ von Fritz Dobler aus, die er seinem Friseur Werz gewidmet hat. Mit beiden Werken gaben Orchester und Dirigent eine überzeugende Kostprobe ihres Könnens.

Zusammen mit dem Jugendorchester erklang danach der 1. Marsch aus „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar. Verstärkt um das 2. Orchester erklang „Music“ von John Miles mit seinen fetzigen Rock-Rhythmen. Den Schlusspunkt setzte „Die Maus“ von Hans Posegga, bei der dann auch mit hörbarer Freude und Lust am Musizieren die Melodica- und AkkoKids mitspielten und so über 50 Musiker die Bühne bevölkerten. Für den reichen Applaus bedankten sich die Musiker mit einer Zugabe.

Probe zu "Music" von John Miles mit dem 1. Orchester, Jugendorchester, 2. Orchester und dem Akkordeon Ensemble Malsch
Probe zu „Music“ von John Miles mit dem 1. Orchester, Jugendorchester, 2. Orchester und dem Akkordeon Ensemble Malsch